Seine Allerheiligkeit Patriarch Bartholomäus I., Erzbischof von Konstantinopel, ist Kirchenoberhaupt von 300 Millionen orthodoxen Christen und weltweit das zweitwichtigste Kirchenoberhaupt neben dem Papst in Rom. Bartholomäus lebt in der Türkei in einem islamischen Land, in dem Christen verfolgt werden (PI berichtete). Die Christen in der islamischen Welt spüren in dieser Zeit wenig von Weihnachtsfreude, sie fühlen sich “wie gekreuzigt”.
Obwohl das Patriarchat von Konstantinopel direkt bis auf die Urkirche zurückgeht, kann sich Bartholomäus, der “Papst Ostroms” in seiner Heimat nicht mehr sicher fühlen. Die Christen werden bedroht, Kirchen und christliche Schulen werden geschlossen. Der Patriarch selbst lebt trotz seiner hohen Würden in eher bescheidenen Verhältnissen und muss 24 Stunden am Tag von Wachen beschützt werden. “Wir werden bedroht, weil die christliche Tradition hier viel älter ist als der Islam”, erklärt Bartholomäus. Die Kirchen in Konstantinopel sind 1000 Jahre älter als der heutige Vatikan. Die christliche Vergangenheit Konstantinopels zu leugnen, sei eine Geschichtsleugnung.
Video Teil 1:
Im einst griechischsprachigen Land der ältesten Kirchen aus dem 5. Jahrhundert, in dem verfolgte Christen aus dem Heiligen Land und Rom Zuflucht fanden, aus dem der Apostel Paulus stammt und in dem viele Schreiber des Neuen Testaments wohnten, wird die Existenz der christlichen Vergangenheit verleugnet und ausgelöscht. Selbst die theologische Fakultät in Konstantinopel wurde geschlossen, damit Bartholomäus kein nächster Patriarch, der aus der Türkei stammen muss, nachfolgen kann. “Die Türkei ist heiliges christliches Land, wie Jerusalem. Wir wollen hier bleiben, sogar wenn wenn das manchmal unsere Kreuzigung bedeutet. Im Evangelium steht, dass wir nicht nur an Christus glauben, sondern die Leiden für Christus auf uns nehmen sollen. … Wir fühlen uns oft wie gekreuzigt.”
Leute was meint ihr was nach dem Tod von Patriarch Bartholomäus I passiert
Die Türken erlauben nur türkischen Staatsbürgern dass sie Patriarchen werden können ... andersherum verbietet die Türkei jegliche Ausbildung der orthodoxen Priester - die nur in der Türkei vorgenommen werden darf
Die Türkei will somit die Jahrtausende alte orthodox-christliche Tradition in der Türkei AUSROTTEN
Ich hoffe, dass wenigstens das orthodoxe Oberhaupt demnächst in einem sicheren orthodoxen Land auswandert (z.B. Russland) wo man vollkommen frei den orthodoxen Glauben weiter betreiben kann
Nein! Konstantinopel, dieser Heilige Stuhl darf NIEMALS aufegeben werden, dann geht die ganze Orthodoxie unter! Niemals! Und dann regelt man es halt so, das die türkischen Staatsbürger ihre Ausbildung wo anders machen und dann dort hinkommen, Ende. Orthodoxie ist nichts, ds einfach so betrieben wird, es ist die Wahrheit, die nur nicht jeder akzeptieren will!
das ist mit das Problem Der türkische Staat erlaubt nur türkischen Staatsbürgern in Konstantinopel Patriarch zu werden die Orthodoxe Kirche gebietet aber dass nur in der Türkei in Konstantinopel ausgebildet werden darf
Sinn und Zweck - Türkei will somit die Orthodoxie in der Türkei (und allgemein) AUSLÖSCHEN ...
daher gibt es für uns keine Zukunft in Konstantinopel außerdem ist es absurd dass man die türkische Staatsbürgerschaft erlangen muss ... (Türke durch und durch sein um türkischen Pass zu bekommen) ... um Patirarch der 300 Millionen Orthodoxen zu werden
wie gesagt, der Islam will uns ausmerzen ... unser Glaube ist in der Türkei/Konstantinopel sprichwörtlich VERSKLAVT !! Solange Konstantinopel nicht Frei/Unabhängig/Christliche ist, solange müssen wir wohl oder übel auf eine andere alternative freie orthodoxe Stadt/Land Zuflucht suchen (z.B. Athen oder Moskau)
FREE KONSTANTINOPEL sowieso, aber man wird es so regeln, das nicht nur in der Türkei ausgebildet wird, dann hat sich die Sache. genaugenommen sage ich auch genau deshalb Türkei in die EU... dann lösen sich Probleme dieser Art...
Weihnachtsbotschaft des Ökumenischen Patriarchen + B A R T H O L O M A I O S durch Gottes Erbarmen Erzbischof von Konstantinopel, dem Neuen Rom, und Ökumenischer Patriarch allem Volk der Kirche Gnade, Friede und Erbarmen von Christus, unserem in Bethlehem geborenen Erlöser
Geliebte Brüder und Kinder im Herrn,
„Heute haben Himmel und Erde sich vereint, denn Christus ist geboren. Heute ist Gott auf die Erde gekommen, und der Mensch ist aufgestiegen in die Himmel.“ (Aus einem Hymnus der Vesper von Weihnachten)
Die Entfernung und der Gegensatz zwischen Gott und Mensch, welche die Sünde über die Menschheit gebracht hatte, wurden zunichte gemacht, als der einziggezeugte Sohn, der vorewige Logos Gottes, die ganze menschlichen Natur annahm. Die dem Wohlgefallen Gottes und seinem ersten, uneingeschränkten Willen gemäße Fleischwerdung des Sohnes vernichtet jegliche Ferne, vereint den Himmel mit der Erde und verbindet das Geschöpf mit dem Schöpfer.
„Heute erschließt sich das Wohlgefallen Gottes, kündet sich an die Erlösung der Menschen“, hat die Kirche am Fest des Einzugs der Gottesgebärerin gesungen. Die Gottesgebärerin hat durch ihre Darbringung im Tempel und ihre Bereitung daselbst zum Gefäß des unumfaßbaren Gottes den Weg zum Heilshandeln Gottes im Fleisch des Menschensohns eröffnet und unsere Erlösung angekündigt.
„Heute ist der Anfang unserer Erlösung, die Offenbarung des Mysteriums von Ewigkeit her; der Sohn Gottes wird der Jungfrau Sohn“, sang die Kirche am Fest der Verkündigung; dem Fest, an dem sie uns vergegenwärtigt, daß der, der im unzugänglichen Licht wohnt, aus dem Heiligen Geist in dem heiligen Schoß der Gottesgebärerin empfangen wurde, daß so die göttliche Natur mit der menschlichen verbunden wurde und daß also Gott Mensch wurde, „um uns Menschen“ – nach dem berühmten Wort des hl. Athanasius d. Gr. – „zu vergöttlichen“. Das Wohlgefallen, das am Fest des Einzugs der Gottesgebärerin in den Tempel begrüßt wurde, und die Erlösung, die am Fest der Verkündigung „rekapituliert“ wurde und sich gezeigt hat – beides ist heute, an diesem großen, heiligen Tag, an dem Christus geboren wurde, greifbare Wirklichkeit geworden. Heute ist „das Wort Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Jo 1,14). Heute feiern die Engel das Ereignis, indem sie singen: „Ehre sei Gott in den Höhen und Friede auf Erden, und bei den Menschen Wohlgefallen!“ (Lk 2,14)
Mit der Fleischwerdung, mit der Menschwerdung des göttlichen Logos ist die Erlösung der Menschheit potentiell schon vollendet. Denn diejenigen, die, weil sie zum Glauben an Jesus gelangt sind, ein Leben führen, das diesem Glauben, den Geboten und der ganzen Lehre Jesu entspricht, werden durch diesen gottwohlgefälligen Lebenswandel erhöht und so zu Freunden und Teilhabern Gottes. Sie werden „teilhaft der göttlichen Natur“ (2 Petr 1,4), Gott der Gnade nach. Das ereignet sich ausschließlich in der Kirche, in der der Mensch durch die heilige Taufe in Christus wiedergeboren, vom Vater an Kindes Statt angenommen, durch die heiligen Sakramente und die Pflege der Tugend von der göttlichen Gnade und dem Heiligen Geist erfüllt wird und „zum vollkommenen Mann gemäß dem Altersmaß der Fülle Christi“ (Eph 4,13) heranwächst, bis er fähig ist, mit dem Apostel Paulus zu sagen: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20). Die so Vollendeten betrachtet Christus nicht einfach nur als seine Freunde oder seine Brüder; vielmehr erkennt er sie als Glieder seines Leibes an. Darum hat er auch vom Kreuz herab zu seiner allheiligen Mutter über den Evangelisten Johannes gesagt: „Frau, siehe, Dein Sohn!“ – und zu Johannes „Siehe, Deine Mutter!“ (Jo 19,26 f.) Weihnachten öffnet sich also ganz weit die Tür zur gnadenhaften Verähnlichung mit Christus, zur Vergöttlichung des Menschen. Darum „feiert voll Freude die ganze Schöpfung ein Fest und frohlocken die Himmel mit uns“ an diesem ausgezeichneten Tag des Heils (Hymnus der Laudes vom 28. Dezember).
Angesichts dieser Freude und Hoffnung schenkenden Tatsachen gratulieren wir herzlich allen von uns geliebten Kindern unserer heiligen Mutter, der Kirche, in der ganzen Welt vom Phanar, dem geheiligten Sitz des ehrwürdigen Ökumenischen Patriarchates, und senden ihnen unsere von Herzen kommenden patriarchalen Wünsche an diesem „Mutterfest aller Feste“: den Klerikern, Mönchen und Laien, den Regierenden und den Regierten, den Kleinen und den Großen. Insbesondere grüße ich jene, die in Bedrängnis sind, weil sie von Traurigkeit, Not und Leid heimgesucht werden.
Der in einer Höhle geborene und in eine Krippe gelegte vorewige Gottessohn, der um unseretwillen der Menschensohn geworden ist, mache uns würdig seiner sich in unserer Knechtsgestalt offenbarenden Liebe und seines heiligen und anbetungswürdigen, im Fleisch gewirkten Heils.
Phanar, Weihnachten 2009
+ Bartholomaios von Konstantinopel, euer aller inständiger Fürbitter bei Gott