Während in Deutschland darüber gestritten wird, wo noch mehr und noch größere Moscheen gebaut werden sollen, will man in der Türkei mithilfe einer Siedlungsklage ein Kloster schließen, das bereits stand, bevor der sogenannte Prophet überhaupt das Licht der Welt erblickte. Nicht nur die Enteignung droht, sondern auch ein endgültiges Verbot des gesamten Klosterlebens in Mor Gabriel.
Die Verhandlungstermine wurden von den Türken alle “verständnisvoll” um die Weihnachtsfeiertage angesetzt: Auf den 19., 24., und 30. Dezember. Die Föderation der Aramäer (Suryoye) in Deutschland (FASD) e.V. bittet uns daher alle um Hilfe und Unterstützung.
Zitat Das Kloster Mor Gabriel ist nicht nur das geistige und kulturelle Zentrum der Syrisch-Orthodoxen Kirche, sondern auch ein lebendiges Zeichen für das gesamte Christentum im Osten der Türkei. Aus eigener Kraft kann es der Bedrohung durch die Dorfschützer und der Schließung nicht entgehen. Dabei geht es nicht nur um den Grund und Boden, der durch das Katasteram erfasst werden soll, sondern auch um die von den Dorfschützern ausgesprochenen Drohungen. Welche Folgen eine von den politischen und religiösen Führern angestachelte Situation für die aramäische Bevölkerung vor Ort hat, zeigt allein ein Rückblick in die nähere Vergangenheit.
Die FASD hat bereits Gespräche mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) aufgenommen. Des Weiteren steht die FASD derzeit in Kontakt mit hochrangigen Politikern. Damit die Bemühungen aber Erfolg versprechen, muss unser Volk in Deutschland an einem Strang ziehen. Dazu ist die FASD bereit. Nur durch ein gemeinsames Auftreten kann in einer solchen Situation die nötige Stärke gezeigt werden, um den türkischen Staat zum Umdenken zu bewegen und an die Vielfalt seines Landes zu erinnern, die nicht für nationalistische Ziele geopfert werden darf. Es gilt nicht nur schnell, sondern auch effektiv zu handeln.
Wir rufen alle Personen, Parteien und Organisationen unseres Volkes und der europäischen Öffentlichkeit auf, die die Menschenrechte und die Geschichte des Christentums wahren wollen, gemeinsam gegen eine Schließung von Mor Gabriel und für ein Leben im Kloster ohne staatliche Zwänge ihre Stimme zu erheben.
Die FASD plant in den kommenden Wochen Aktionen und ruft alle auf, sich gemeinsam daran zu beteiligen – über alle Grenzen hinweg!
ZitatDie Klostergemeinschaft wies … darauf hin, dass das Kloster schon seit dem Jahr 397 dort steht. Damit existiert es viele Jahrhunderte länger als die ersten kurdischen oder türkischen Dörfer. Die Dorfvorsteher wollen offenbar versuchen, das Kloster in einen Gebietsstreit zwischen den umliegenden Dörfern hineinzuziehen, weil die Christen ein leichtes Ziel abgeben, sagte Kuryakos Ergün der Zeitung: “Die Bevölkerung wird gegen uns Suriani (syrische Christen) aufgehetzt”.
Nicht als Minderheit anerkannt: Das Kloster Mor Gabriel, geistliches Zentrum der Christen-Gemeinschaft, wird mit Prozessflut überzogen
Aramäer sind die einzige christliche Gemeinschaft, in der noch die Sprache Jesu gesprochen wird. Nun versucht der türkische Staat, das geistliche Zentrum der türkischen Aramäer mit juristischen Tricks in die Knie zu zwingen. Heute findet ein erster Gerichtstermin statt. Till-R. Stoldt sprach mit dem Rechtsanwalt David Gelen, dem Vorsitzenden der Föderation deutscher Aramäer und der "Aktion Mor Gabriel".
DIE WELT: Herr Gelen, wie werden die aramäischen Christen dieses Jahr Weihnachten begehen? David Gelen: Mit großer Sorge, weil rund um die Weihnachtswoche in der Türkei drei Gerichtsverhandlungen stattfinden, bei denen die Zukunft der Aramäer im Land auf dem Spiel stehen könnte.
Warum? Gelen: Weil das 1600 Jahre alte Kloster Mor Gabriel, das geistliche Zentrum der Aramäer im Südosten der Türkei, nun mit einer Flut von Prozessen überzogen wird, in deren Folge auch noch die letzten aramäischen Christen vertrieben werden könnten.
Wie viele Aramäer gibt es noch in der Südosttürkei? Gelen: In den 60er-Jahren waren es rund 200 000, heutzutage sind es vielleicht 2000. Und deren Verbleib steht und fällt mit der Existenz des Klosters. Wird erst der Bischof vertrieben, zerstreuen sich auch die letzten Gläubigen in der Region Tur Abdin - die einst ein Zentrum der aramäischen Gemeinschaft war.
Worum geht es in den Prozessen? Gelen: Zum einen haben die Dorfvorsteher der umliegenden muslimischen Dörfer das Kloster angezeigt, weil es Klosterschülern den christlichen Glauben und das Aramäische ...
... also die Sprache Jesu ... Gelen: ... beibringe. Damit versuche das Kloster zu missionieren. Diesen Vorwurf hat die Staatsanwaltschaft vorläufig noch nicht in ihre Anklage aufgenommen. Zum Zweiten klagen die Dorfvorsteher, das Klosterland müsse enteignet und an die Dörfer aufgeteilt werden. Außerdem müsse die Schutzmauer des Klosters abgerissen werden, die Anfang der 90er-Jahre errichtet wurde, nachdem das Kloster im Krieg des Militärs mit der PKK zwischen die Fronten geriet.
Wie wird die Anklage begründet? Gelen: Unter anderem soll genau auf dem Boden, auf dem das Kloster steht, einst eine Moschee abgerissen worden sein, um Mor Gabriel zu errichten.
Wann ist das Kloster gebaut worden? Gelen: 397 nach Christus.
Also rund 200 Jahre bevor der Prophet Mohammed auftrat und bevor Moscheen gebaut werden konnten. Gelen: Darüber amüsieren sich auch liberale türkische Medien. Der Vorwurf ist absurd! Aber leider ermittelt die Staatsanwaltschaft trotzdem allen Ernstes, ob er stimmen könnte.
Das weckt nicht gerade Vertrauen in die Neutralität der türkischen Staatsanwaltschaft. Gelen: Das soll es wohl auch nicht. Wir verstehen die Prozesse und Ermittlungen als Teil einer Einschüchterungskampagne gegen die rund 70 Klosterbewohner. Der Bischof, aber auch die Mönche und Nonnen werden immer stärker von Dorfbewohnern bedroht, sie sollten nicht wagen, zu den Gerichtsverhandlungen zu kommen und sich zu verteidigen. Die Mönche und Nonnen trauen sich seitdem kaum mehr vor die Schutzmauer des Klosters.
Was bezwecken die Drohungen? Gelen: Es sollen auch noch die letzten Aramäer aus der Region vertrieben werden, die allen Repressalien zum Trotz in ihrer Heimat ausharren.
Welche Erfolgsaussichten haben die Klagen? Gelen: Ungünstig für das Kloster könnte sich auswirken, dass Aramäer im Gegensatz zu Griechen oder Armeniern nicht als religiöse Minderheit anerkannt sind, obwohl sie seit Jahrtausenden auf dem Boden der heutigen Türkei leben.
Warum wurde die Anerkennung verweigert? Gelen: Vermutlich, weil die aramäische Gemeinschaft stets schwächer organisiert und viel unpolitischer war als andere Minderheiten. Deshalb ist ihr Rechtsstatus heutzutage noch unsicherer als der anderer christlicher Gemeinschaften.
Mit welchen Folgen? Gelen: Wer nicht als religiöse Minderheit anerkannt ist, darf in der Türkei nicht auf Minderheitenrechte hoffen, darf keinen Nachwuchs ausbilden und weder seinen Glauben noch seine Sprache an die nächste Generation weitergeben. Insofern verstoßen die Nonnen und Mönche im Kloster tatsächlich gegen türkisches Recht, weil dort zumindest in bescheidenem Umfang der christliche Glaube und das Altaramäische gelehrt werden.
Also ist das Kloster ein Hort der Straftäter, weil dort das Menschenrecht auf Religionsfreiheit in Anspruch genommen wird? Gelen: Ja, denn die Religionsfreiheit wird zwar von der türkischen Verfassung garantiert. Aber wer als Minderheit nicht anerkannt ist, existiert offiziell ja nicht. Diese sogenannten Rechtsbrüche in Mor Gabriel werden von den örtlichen Behörden bislang aber "geduldet".
Die Zukunft der aramäischen Gemeinschaft hängt also von der Gutwilligkeit lokaler Behörden ab. Gelen: Und das öffnet wiederum der Willkür Tür und Tor. Der Staat kann dem aramäischen Kloster von einem Tag auf den anderen den Betrieb schließen. Diese Unsicherheit bedeutet für die Klosterbewohner eine manchmal schwer erträgliche Belastung.
Schikane gegen Aramäer ist in der Türkei ja kein neues Phänomen. Gelen: Leider. Noch in den 90er-Jahren wurden immer wieder aramäische Dorfvorsteher, Ärzte und Anwälte durch nationalistische oder religiöse Fanatiker exekutiert. Und diese Morde waren stets mit der Aufforderung an die verbliebenen Aramäer verbunden, das muslimische Land zu verlassen. Aber gerade weil es Kräfte gibt, die das Land von Christen "reinigen" wollen, muss jeder Aramäer in der Region vorsichtig sein mit der Klage darüber - er könnte ja das nächste Opfer sein.
In den letzten drei Jahren kam es mehrfach zu Morden an nicht aramäischen Christen in der Türkei. Wie wirkte das auf die Aramäer? Gelen: Nach jedem Mord ging die Angst um. Zumal den Attentaten stets eine Hetz- und Einschüchterungskampagne mit Missionierungsvorwürfen vorausging - genauso wie wir sie jetzt gegen Mor Gabriel beobachten.
Haben Sie trotzdem Hoffnung? Gelen: Wir Aramäer hoffen nicht nur, wir sind überzeugt, dass für den türkischen Staat die Zeit gekommen ist, die kulturelle Vielfalt im Land zu akzeptieren und zu schützen - anstatt sie zu bekämpfen. Jetzt muss die Türkei entscheiden, ob sie eine 1600 Jahre alte Kultur erhalten oder auch noch die Reste ihrer nicht muslimischen Tradition auslöschen will.
man muss sich das mal vorstellen, die Türken haben seit 50 Jahren schon 99% der Aramäier aus der Gegend vertrieben und nun wollen sie endgültig SÄMTLICHE SPUREN der christlichen Aramäier auslöschen
Mor Gabriel Demo BerlinSchon beim Ankommen am Berliner Dom/Lustgarten war ich überwältigt von den Menschenmassen. Die Treppen des Berliner Doms waren voll, die Demoteilnehmer versammelten sich davor im Lustgarten. Es herrschte von Anfang an eine sehr freundliche, aber dennoch mahnende Stimmung.
(Von der Berliner Demo berichtet Vossy)
Bei den Menschenmassen war es unmöglich, sich mit Freunden oder Mitgliedern diverser Organisationen zu treffen. Dies hielt aber keinen davon ab (man hat dann doch noch einge bekannte Gesichter finden können), an dieser Demo teilzunehmen.
Der Demonstrationszug setzte sich sehr pünktlich in Bewegung. Ich selbst stand am Straßenrand und war überwältigt von den freundlichen Menschen sowie den vielen Transparenten und Plakaten. Auf einigen Transparenten stand: “Gestern Hagia Sophia, Heute Mor Gabriel, Morgen Kölner Dom/Berliner Dom???”, “Ihr habt uns genug weggenommen”, “Warum schaut die Welt weg?”, “Wer gegen das Kloster klagt, klagt gegen das Christentum” oder “In Deutschland immer mehr Moscheen, in der Türkei immer weniger Kirchen”.
Es schien, als ob der Demonstrationszug nicht aufhören wollte. Der Beginn des Zuges war bereits an der Humboldt-Universität angelangt, da befand sich der Schluss noch in der Mitte des Lustgartens. Auffallend war auch, dass sehr viele junge Menschen daran teilgenommen haben. Innerhalb des Demonstrationszuges befand sich eine Gruppe junger Menschen mit Pauken, die zwischendurch auch mal anhielten und Stimmung machten. Die Menschen um die Pauker drumherum sangen und tanzten, es hatte schon fast was von Volksfestcharakter.
Auf beiden Seiten der Demo standen Menschen, teils Touristen, teils Spaziergänger. Es wurden Informationsblätter über Mor Gabriel verteilt. Auch die Treppen der Staatsoper wurde von Demoteilnehmern und Sympathisanten eingenommen.
Die Ordner haben einen tollen Job gemacht und hatten alles unter Kontrolle. Das Polizeiaufgebot war meiner Meinung nach sehr gering, und soweit ich das beurteilen kann, hatte die Polizei auch nicht wirklich was zu tun (außer Beginn und Ende des Zuges zu sichern).
Ich selbst bin dann noch vor dem Demonstrationszug zum Pariser Platz gegangen, und siehe da, ich habe dort dann doch einige bekannte Gesichter getroffen. Waren wir froh, nicht mehr alleine zu sein. Noch war der Pariser Platz leer. Und vom ersten Eintreffen der Teilnehmer bis zum Ende des Demonstrationszuges vergingen mindestens 15 - 20 Minuten. Der Pariser Platz platzte aus allen Nähten.
Die Teilnehmerzahl schätze ich auf ca. 12.500. Eine Teilnehmerin, die neben mir stand, meinte jedoch, daß es 15.000 - 20.000 Teilnehmer waren (im RBB wurde vorhin von 9.000 gesprochen).
Wie ich schon erwähnt habe, waren die Menschen alle sehr freundlich. Viele haben sogar bereitwillig ihre Transparente und Plakate extra in Position gebracht oder sind auch stehen geblieben, damit diese fotografiert werden konnten. Selbst, als ich einen Ordner fragte, ob ich eventuell mal ein Foto machen dürfte und die “Absperrung” ausnahmsweise mal durchbrechen darf, wurde mir dies gestattet, wofür ich mich natürlich höflichst bedankt habe.
Zu den Reden kann ich leider nicht so viel sagen, da diese überwiegend in Aramäisch gehalten wurden. Ein Redner bedankte sich bei den Organisatoren, der Presse und den Medien, die gekommen waren, um über dieses Anliegen zu berichten, bei Politikern, die diese Demo unterstützen (namentlich genannt wurde u.a. Kristina Köhler) sowie bei allen Teilnehmern, Unterstützern und Sympathisanten.
Ganz bis zum Schluss bin ich nicht geblieben, dafür werden meine Eindrücke von dieser Demo bleibend sein. Alles in allem war es eine sehr gelungene und vor allem friedliche Demonstration mit vielen freundlichen und sympathischen Menschen.
Das Bild sagt 100% aus was in der westlichen Welt derzeit abgeht
In Deutschland kein einziger Kommentar in den Massen-Medien dazu nicht mal in der Bild (aber wenn es gegen Serben zu HETZEN geht, sind gleich alle Medien am start dabei )
und morgen ist dann Europa dran ..... aber dann gibt es gar keinen mehr, der für Europa noch einstehen kann !!
Wie wäre es, wenn ein paar Leute sich zusammentun würden, um mehr Initiative für den christlichen Glauben zu ergreifen? Das müsste mal passieren... und selbst wenn es die RKK ist (wäre mir weitaus lieber als irgendeine Protestantengruppe, um ehrlich zu sein), diese islamischen Volksgruppen zu missionieren, so wie sie es heute häufig mit ihrer Religion, dem Islam, bei Westlern machen, wäre auch mal eine Idee...
naja das wäre ja dann nicht für den Islam gerichten .... pfui pfui pfui ... das darf man ja nicht schön alle vor dem Islam beugen sonst heißt es gleich böse böse NAZlS, Rechte usw, die den Islam nicht bejubeln
man kann doch nicht ne Demo &Co. gegen Islam-ismus machen schließlich muss zukünftig Europa Islamisch werden und da müssen alle mitmachen
Denn Islam heißt Friede [img-mini]http://images28.fotki.com/v1027/photos/1/1222605/5411528/SuicideGirls-vi.jpg[/img-mini]